Frohe Festtage!

Liebe Freundinnen und Freunde
Liebe Unterstützende und Interessierte 

Dieses stark von der Corona-Pandemie gezeichnete Jahr geht zu Ende, und damit auch mein erstes Jahr im Nationalrat. 

Es war für uns alle ein aussergewöhnliches und schwieriges Jahr. Während die erste Corona-Welle in der Schweiz noch durch viel staatliche Solidarität und gegenseitiger Unterstützung geprägt war, so ist das politische Klima jetzt in der zweiten Welle deutlich härter und kälter geworden. Wir kämpfen an allen Fronten für gerechte Lösungen, die den von der Krise Betroffenen entgegenkommen könnten – mit leider nur schwacher Wirkung. 

Mein Fokus auf der Berufsbildung 

Mein erstes Nationalrats-Jahr war unglaublich spannend und lehrreich, ich habe ganz viele neue Menschen kennengelernt, wertvolle Kontakte geknüpft und mich in viele neue politische Themen vertieft. Zudem habe ich meine Arbeit in der Bildungspolitik, insbesondere was die Berufsbildung betrifft, weiter intensiviert. Damit stosse ich bei den unterschiedlichsten Akteuren auf eine tolle Resonanz. 

Intensiver Austausch 

Was die Berufsbildung betrifft, so bin ich in einem regen Kontakt zum Beispiel mit dem Basler Erziehungsdepartement und den Schulen, aber auch mit der Handelskammer und dem Gewerbeverband. Ich nehme die Sorgen und Anliegen auf und versuche sie in meine politische Arbeit auf Bundesebene einfliessen zu lassen. Auf nationaler Ebene habe ich zusammen mit dem Gewerkschaftsdachverband «Travail Suisse» einen Dialog zum Thema «Erschwerte Arbeitsintegration und Bildung» lanciert. Damit wollen wir mit den Fachpersonen und Institutionen in diesem Bereich in einen Austausch kommen, um ihre Bedürfnisse besser zu verstehen und die Arbeitsintegration auf politischer Ebene wirkungsvoller fördern zu können. 

Arbeit vor und hinter den Kulissen 

Ich denke, meine langjährigen Erfahrungen aus dem kantonalen Parlamentsbetrieb haben mir sicher geholfen, den Einstieg in Bern zu finden. Trotzdem ist die Parlamentsarbeit in Bern eine ganz andere Liga. Das Funktionieren des nationalen Parlaments ist mit seinen zwei Kammern deutlich komplexer. Ich habe im Sommer an meinem Französisch gearbeitet, und verstehe unterdessen etwas mehr, und kann mich auch mit meinen welschen Kolleginnen und Kollegen einigermassen austauschen. Ich habe sechs Interpellationen und drei Motionen eingereicht und insgesamt elf Voten im Parlamentsplenum gehalten. Die Hauptarbeit findet aber hinter den Kulissen statt. In den vielen Gesprächen mit ParlamentskollegInnen kann ich Türen öffnen, Verständnis für meine Anliegen wecken und Unterstützung gewinnen.

Zu Besuch in einem Lehrbetrieb: Ich habe wieder viele spannende Informationen zu den Schnittstellen zwischen Schule und Wirtschaft bekommen.

Zeitintensive Kommissionsarbeit

Auch in der «Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur» (WBK) habe ich mich sehr gut eingelebt. Die Kommissionsarbeit ist sehr zeitintensiv, insbesondere weil wir uns in vielfältige und umfangreiche Dossiers einarbeiten müssen. Aber in dieser vertieften Detailarbeit kann viel bewirkt werden. Gerade meine verschiedenen Anträge zum Thema Berufsbildung, zum Beispiel zu ihrer Digitalisierung, Finanzierung oder zu einer besseren Zusammenarbeit zwischen den Dachverbänden und dem Bund wurden in der WBK eingehend diskutiert. Auch innerhalb meiner Partei werden meine Kompetenzen in den Bereichen Berufsbildung, Migration und KMU sehr geschätzt, was ebenfalls zu einem engen Austausch in der Fraktion und anderen Parteiorganen führt.

Abschied und Neuanfang

Ganz entscheidend für meinen gelungenen Einstieg in Bern war sicher auch Beat Jans. Er stand mir mit seiner langjährigen Nationalratserfahrung oft mit Rat und Tat zur Seite, was für mich sehr hilfreich war. Nun verlässt er den Nationalrat, und ich freue mich mit ihm, dass er das Basler Regierungspräsidium übernehmen darf. Ich freue mich auch sehr, dass nun Sarah Wyss mit mir zusammen im Nationalrat sozialdemokratische Positionen für Basel vertreten wird. Auf gute Zusammenarbeit, liebe Sarah!

Nun wünsche ich Euch allen entspannte und frohe Festtage und weiterhin viel Geduld und Zuversicht. Vertrauen wir weiterhin darauf, dass Solidarität, Zusammenhalt und Gerechtigkeit sich durchsetzen wird. Ich bin überzeugt, dass uns das neue Jahr neue Chancen und neue Perspektiven bringen wird.

Bleibt gesund und tragt Sorge zueinander.

Herzlicher Gruss
Mustafa Atici

Newsletter vom 22. Dezember 2020

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