Mein erster Bericht aus dem Nationalrat

Liebe Freundinnen und Freunde
Liebe Unterstützende und Interessierte

Nun habe ich meine erste Nationalratssession in Bern hinter mir. Ich habe das Gefühl, der Einstieg ist mir gut gelungen. Ich bin in die Kommission «Wissenschaft, Bildung und Kultur» gewählt worden – meine absolute Wunschkommission. Und ich habe bereits mein erstes Votum gehalten.

Mit diesem Mail möchte ich Euch einen Eindruck davon geben, was ich den ersten Wochen als Nationalrat gemacht habe. Dies möchte ich in Zukunft immer mal wieder tun: Als «Volksvertreter» ist es mir wichtig, möglichst transparent zu sein, und meine Arbeit in Bern hier in Basel sichtbar zu machen.

Kommissionsarbeit ist die Basis

Im Wahlkampf habe ich zwei bildungspolitische Anliegen in den Mittelpunkt gestellt: Die Frühförderung der Kinder sowie die Stärkung der Berufsbildung. Dass ich an diesen Themen in Bern weiterarbeiten möchte, liegt auf der Hand. Dass ich aber auf Anhieb in derjenigen Kommission Einsitz nehmen kann, die dafür zuständig ist, das ist nicht selbstverständlich. Als Mitglied der nationalrätlichen Kommission «Wissenschaft, Bildung und Kultur» wird es mir möglich sein, mein Engagement in bildungspolitischen Fragen inhaltlich weiter zu vertiefen. Zudem werde ich mich vermehrt mit den Themen Gleichstellung und Digitalisierung auseinandersetzen. Die erste Kommissionssitzung findet Ende Januar statt und das wichtigste Geschäft wird die «Kulturbotschaft 2021-2024» sein. Damit wird die Kulturpolitik des Bundes für die nächsten Jahre wesentlich geprägt – und ich werden mich auf jeden Fall für die Interessen der Kulturstadt Basel stark machen.

Wie die ersten Schulwochen

Meine ersten Wochen in Bern haben sich ein bisschen wie in den ersten Schulwochen angefühlt: Alles ist neu. Ich habe viel gestaunt und auch ganz viele Leute kennengelernt. Besonders wichtig sind natürlich meine beiden Sitznachbarn: Ich sitze zwischen Tamara Funiciello, die ja als nationale Juso-Präsidentin bekannt wurde, und Baptiste Hurni aus dem Kanton Neuenburg – mit ihm kann ich endlich mein Französisch wieder etwas auffrischen.

Überrascht hat mich, wieviele Kolleginnen und Kollegen, aber auch VertreterInnen von Medien und Institutionen mich auf aussen- und migrationspolitische Themen angesprochen haben, ohne dass ich aktiv etwas dafür unternommen hätte.

Beeindruckt haben mich die Profis der IT-Abteilung des Parlaments. Sie haben mich als Neuling sehr sorgfältig in den «Daten-Dschungel» des Bundes eingeführt. Klar, ich kenne aus Basel den Parlamentsbetrieb gut, aber mit der Logik des Systems mit zwei Parlamentskammern muss ich mich erst noch vertraut machen.

Mein erstes Votum

Ich hatte die Gelegenheit, ein erstes Mal im Plenum ans Mikrofon zu treten, und mich zur «Pflege-Initiative» zu äussern, die eine Stärkung der Pflegeberufe anstrebt. Ich unterstütze diese Initiative und die sehr berechtigten Anliegen des Pflegepersonals. Hier könnt ihr mein Votum nachlesen oder als Video ansehen: https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/amtliches-bulletin/amtliches-bulletin-die-videos?TranscriptId=256115

Dann wurde ich auch zum ersten Mal in den Sonntags-Talk von «Telebasel» eingeladen: https://telebasel.ch/telebasel-talk/?aid=4063&pid=130442&channel=15881&podcast

Ich wünsche Euch frohe und erholsame Festtage und einen guten Rutsch ins Neue Jahr.

Herzliche Grüsse
Mustafa Atici

19. Dezember 2019

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